FAQs zur Covid-19-Pandemie

Aufgrund der aktualisierten Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage (Stand 20. Dezember 2021) pdf 486kB  wurde das Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen erneut angepasst. Es liegt nun in der 16. Ausgabe vor pdf 92kBDiese tritt am 20. Dezember 2021 in Kraft.  Wiederum steht den Musikschulen eine tabellarische Übersicht der geltenden Bestimmungen pdf 70kB zur Verfügung.

Mit Beschluss vom 8. Dezember 2021 pdf 70kB ordnete der Regierungsrat an, dass die Maskentragepflicht an der Volksschule ab 3. Januar 2022 auf Schülerinnen und Schüler ab der 1. Primarklasse ausgeweitet wird. Der Einheitlichkeit zuliebe soll dies auch für die Musikschule gelten. Die Bestimmung wurde bereits jetzt ins Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB aufgenommen.

In eigener Sache
Die FAQs werden regelmässig aktualisiert. Neue und geänderte Beiträge bleiben während mindestens einer Woche durch eine bläuliche Einfärbung gekennzeichnet.

Allgemeines

Welche Rechtsgrundlagen gelten zurzeit?

Letzte Aktualisierung 13.1.2021

Die ab 20. Dezember 2021 massgebenden Erlasse sind:

●  Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, 20. Dezember 2021) pdf 486kB
●  Covid-19-Verordnung 3 mit den Bestimmungen zum Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Bundesrat, 17. Dezember 2021) pdf 640kB

●  Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bildungsbereich (Regierungsrat, 22. September 2021) pdf 64kB
●  Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bildungsbereich, Änderung (Regierungsrat, 8. Dezember 2021) pdf 70kB
●  Coronavirus Personalrechtliche Themen, Weisung (Volksschulamt Kanton Zürich, 24. Juni 2021) pdf 377kB.

Im Geflecht der aufeinander verweisenden Paragrafen und in der Kombination der Regelungen von Bundesrat und Regierungsrat ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Was gilt und was gilt nicht? Die Übersicht der geltenden Regeln in Tabellenform pdf 70kB erleichtert die Orientierung.

Der Einfluss obiger Rechtsgrundlagen auf einzelne Bestimmungen der 16. Ausgabe des Covid-19-Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB werden im Folgenden dargelegt:

●  Das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen orientiert sich bei den Bestimmungen, die den Unterricht sowie Kurse und Proben für Lernende der Primarstufe und der Sekundarstufen I und II betreffen, an der Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bildungsbereich (Regierungsrat, 22. September 2021) pdf 64kB einschliesslich der aktuellen Änderung (Regierungsrat, 8. Dezember 2021) pdf 70kB. Obschon diese Bestimmungen nur für die genannten Schulstufen gelten, kommen die Musikschulen nicht umhin, die Beschlüsse des Regierungsrat ebenfalls umzusetzen. Erstens weil die Musikschulen häufig in Gebäuden der Volksschule tätig sind (hier gelten von vornherein die Schutzkonzepte der Volksschule) und zweitens, weil jede von der Volksschule abweichende Regelung eine Verunsicherung des grösseren Teils der Schülerschaft zur Folge hätte.

●  Alle übrigen Bestimmungen stützen sich auf die Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, 14. Dezember 2021) pdf 486kB (Bundesrat, 20. Dezember 2021). Aus nachstehenden Gründen hat sich der Verband Zürcher Musikschulen in zwei Fällen für eine gesonderte Regelung entschieden. 

Laut den geltenden Bestimmungen müssten Lehrpersonen im Unterricht, in Kursen und Proben, an denen Lernende ab einem Alter von 16 Jahren teilnehmen, ein gültiges Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können (2G). Für Lehrpersonen, die nicht geimpft oder genesen sind, käme das einem teilweisen Arbeitsverbot bei vollem Lohnanspruch gleich und entspräche überdies nicht den gesetzlichen Vorgaben. In beschränktem Umfang wäre die Erteilung  von Fernunterricht möglich. Dieser würde jedoch von den betroffenen Schülerinnen und Schülern kaum akzeptiert, zumal alle anderen Lernenden in Präsenz unterrichtet werden. Ein anderer Weg aus diesem Dilemma wäre die Beschäftigung der betreffenden Lehrpersonen mit anderen Aufgaben, als dem Erteilen von Unterricht und dem Leiten von Kursen und Proben. Es dürfte jedoch schwierig sein, hierfür in ausreichendem Umfang zumutbare Aufgaben zu finden. Kommt hinzu, dass der Unterricht, die Kurse oder Proben dann von anderen Lehrpersonen durchgeführt werden müssten, was eine Verdoppelung der Personalkosten zur Folge hätte. Aus diesen Gründen wurde auf die Zertifikatspflicht für Lehrpersonen verzichten. Dennoch wird von Lehrpersonen, die nicht zu den Genesenen zählen, dringend erwartet, dass sie sich impfen lassen.

Bisher durften auch Sängerinnen und Sänger oder Bläserinnen und Bläser ab einem Alter von 16 Jahren die Schutzmaske ablegen, sofern deren Kontaktdaten der Musikschule bekannt waren. Das ist nicht mehr möglich. Jetzt müssen die Musikschulen von diesen ein Testzertifikat verlangen, zusätzlich zum Impf- und Genesungszertifikat (2G+). Das ist unzumutbar und käme wohl einem Shutdown gleich. Deshalb wird von den betreffenden Personen nur ein Impf- oder Genesungszertifikat (2G) verlangt. Wie bisher müssen Sängerinnen, Sänger, Bläserinnen und Bläser den Sicherheitsabstand konsequent einhalten.

●  In seiner Gesamtheit  erlangt das Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB seine Rechtskraft erst durch Beschluss der einzelnen Musikschule.

Können die Stufentests durchgeführt werden?

Letzte Aktualisierung 13.1.2022

Ja, die Stufentests können wie folgt stattfinden:

●  entweder als Veranstaltung mit Besucherinnen und Besuchern, sofern alle Anwesenden ab einem Alter von 16 Jahren ein Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können, 

●  oder als Unterrichtsanlass ohne Besucherinnen und Besucher. Dann benötigen weder die allenfalls anwesende Lehrperson noch die Expertinnen und Experten ein Covid-Zertifikat. Letztere bekommen eine Entschädigung und dürfen somit als temporär «Angestellte» gelten.

Was gilt bei Veranstaltungen in Gebäuden der Volksschule?

Letzte Aktualisierung 13.1.2021

Aus naheliegenden Gründen unterscheiden sich die Schutzkonzepte der Volksschule von jenem des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB. Die Volksschule verzichtet auf eine Zertifikatspflicht, da es im Rahmen des Schulobligatoriums nicht möglich ist, Eltern, die kein Zertifikat vorweisen können, von einer Veranstaltung auszuschliessen.

Bei Veranstaltungen der Musikschule hingegen sind alle Besucherinnen und Besucher willkommen. Sie sind öffentlich. Deshalb gilt das Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB auch dann, wenn eine Veranstaltung in Räumen der Volksschule stattfindet.

Ältere Lernende (ab einem Alter von 20 Jahren oder nach Beendigung der Sekundarstufe II) müssen unter Befolgung der Bestimmungen des Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB auch dann ein Impf- oder Genesungszertifikat vorweisen können, wenn sie den Unterricht, Kurse oder Proben in Räumen der Volksschule besuchen.

Welche Rechte und Pflichten gelten für die Musikschulen als Arbeitgebende, welche für Lehrpersonen als Mitarbeitende?

Letzte Aktualisierung 13.1.2021

Gemäss Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, 20. Dezember 2021) pdf 486kB gilt für die viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wiederum die Homeoffice-Pflicht. Nicht so für die Musiklehrpersonen. Im Lockdown, wie er zu Beginn der Pandemie angeordnet war, mag Fernunterricht eine akzeptable Lösung gewesen sein. In der gegenwärtigen Lage findet der Musikunterricht in Präsenz statt. Natürlich steht es der Schulleitung in Ausnahmefällen frei, auf Wunsch der Lehrperson und im Einverständnis der Schülerin oder des Schülers oder umgekehrt einem Fernunterricht zuzustimmen.

Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht hat der Arbeitgeber seine Mitarbeitenden mit verhältnismässigen Massnahmen so gut als möglich vor einer Covid-19-Infektion zu schützen. Er kann seine Mitarbeitenden jedoch nicht zwingen, sich impfen oder testen zu lassen. Eine Zertifikatspflicht für Arbeitnehmende ist somit nicht durchsetzbar (mehr dazu siehe «Welche Rechtsgrundlagen gelten zurzeit?»). Unerlässlich ist  indes das Tragen einer Schutzmaske. Lehrpersonen für Blasinstrumente und Gesang können die Schutzmaske vorübergehend ablegen, müssen jedoch den Sicherheitsabstand von 1.5 Metern strikte einhalten. Personen, die aus medizinischen Gründen keine Schutzmaske tragen dürfen, weisen auf Verlangen der Schulleitung ein ärztliches Attest vor. Die Schulleitung ordnet für sie gesonderte Schutzmassnahmen an, mindestens die strikte Einhaltung des Sicherheitsabstands.

Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeitenden die für die Erfüllung der Arbeit nötigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Dazu gehören auch die Schutzmasken. Diese hat er zu bezahlen.

Können Musikschulen ihre Mitarbeitenden repetitiv testen?

Letzte Aktualisierung 13.1.2021

Ja, Betriebe, Schulen und andere Organisationen im Kanton Zürich haben die Möglichkeit, wöchentliche Tests durchzuführen, sofern mindestens vier Personen zur Teilnahme bereit sind. Die Tests sind kostenlos. Allerdings werden im Kanton Zürich im Rahmen von repetitiven Tests keine Zertifikate ausgestellt. Alles Wissenswerte über repetitive Tests im Kanton Zürich findet sich auf der betreffenden Website der Gesundheitsdirektion . Auch die Anmeldung für die Durchführung repetitiver Tests erfolgt über diese Website.

An der Volksschule, an der aus grundsätzlichen Überlegungen keine Zertifikatspflicht gilt, sind Personen, die aus medizinischen Gründen keine Schutzmaske tragen dürfen, verpflichtet, an wöchentlichen repetitiven Tests teilzunehmen oder sich wöchentlich einem PCR-Test zu unterziehen. Das lässt sich verhältnismässig einfach umsetzen, da die Volksschule sowieso repetitive Tests für die Schülerinnen und Schüler anzubieten hat.

Es hat sich gezeigt, dass es sich bei der konsequenten Umsetzung einer Testpflicht an Musikschulen, namentlich der Organisation von wöchentlichen Pooltests, um ein schwieriges Unterfangen handelt, in erster Linie weil die Musiklehrpersonen an verschiedenen Standorten tätig sind. Kommt hinzu, dass sich die Bestimmungen der Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, 20. Dezember 2021) pdf 486kB auch mit einer Testpflicht nicht erfüllen lassen.

Welches Vorgehen gelangt für besonders gefährdete Mitarbeitende zur Anwendung?

Letzte Aktualisierung 18.12.2021

Mit besonders gefährdeten Lehr- und Leitungspersonen, die aus medizinischen Gründen weder geimpft sind noch eine Maske tragen dürfen, sucht die Schulleitung nach Lösungen, die ein sicheres Unterrichten gewährleisten. Naheliegend ist die Anordnung von Fernunterricht, allenfalls genügt auch die strikte Einhaltung des Sicherheitsabstands. Lässt sich keine Lösung finden, wird die betreffende Person unter Lohnfortzahlung von der Arbeitspflicht befreit.

Als besonders gefährdet gelten Schwangere und Personen, die an einer vom Bundesamt für Gesundheit bezeichneten Krankheit oder genetischen Anomalie leiden. Die Schulleitung kann ein ärztliches Attest verlangen.

Bei einer Lehrperson zeigen sich Krankheitssymtome – wie hat sie vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 18.12.2021

Lehrpersonen, die sich krank fühlen oder an einzelnen Symptomen leiden, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuten (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Fiebergefühl, Muskelschmerzen, plötzlicher Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns), vermeiden den Kontakt zu anderen Personen und nehmen zur Klärung des weiteren Vorgehens umgehend Kontakt mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt auf. Bestätigt sich der Verdacht, informieren sie die Schulleitung und begeben sich in Isolation.

Für die Zeit bis zum Vorliegen eines Testergebnisses und ebenso für die Zeit, die in Isolation zu verbringen ist, haben die betreffenden Personen Anspruch auf Lohnfortzahlung (mehr dazu siehe «Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?»). Wer nicht krank ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zuhause ausgeführt werden können.

Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Personen, die bei einer öffentlich-rechtlichen Musikschule angestellt sind, erhalten im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne den vollen Lohn. Das gilt auch für die Zeit zwischen dem Auftreten erster Krankheitssymptome bis zum Vorliegen des Testergebnisses bzw. Beginn der Isolation.

Personen, die bei einer privatrechtlichen Musikschule angestellt sind, haben im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne Anspruch auf Corona Erwerbsersatzentschädigung. Detaillierte Informationen sind auf der Website des Bundesamts für Sozialversicherung zu finden . Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet, sondern muss bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Um welche es sich handelt, kann bei der Musikschule erfragt werden. Arbeitet jemand bei mehreren Musikschulen, genügt es, den Anspruch bei einer AHV-Ausgleichskasse anzumelden. Die Entschädigung wird direkt der anspruchsberechtigten Person ausbezahlt, es sei denn, diese erhält von der Musikschule weiterhin den vollen Lohn. In diesem Fall geht die Entschädigung an die Musikschule.

Den privatrechtlichen Musikschulen wird empfohlen, den Personen, die sich in eine ärztlich oder behördlich angeordnete Isolation oder in eine nicht selbstverschuldete Quarantäne begeben müssen, den vollen Lohn zu bezahlen.

Personen, die sich selbstverschuldet in Quarantäne begeben müssen, haben weder bei öffentlich-rechtlichen noch bei privatrechtlichen Musikschulen Anspruch auf Lohn. Als selbstverschuldet gilt eine Quarantäne zum Beispiel dann, wenn sie wegen einer privaten Reise in ein Risikoland angeordnet wird. Die Liste der Risikoländer wird vom Bundesamt für Gesundheit laufend aktualisiert. Quarantänetage, die nicht auf ein Wochenende oder einen Feiertag fallen, werden nach Rücksprache mit der betreffendenPerson entweder vom Ferienguthaben oder (als unbezahlter Urlaub) vom Lohn in Abzug gebracht. Kann die betreffende Person jedoch nachweisen, dass das von ihr bereiste Land erst nach Reiseantritt auf die Liste des Bundesamts für Gesundheit gesetzt wurde, gilt die Quarantäne als unverschuldet.

Die aufgrund einer Meldung der Covid-19-App angeordnete Quarantäne gilt als nicht selbstverschuldet.

Wer sich in Isolation oder Quarantäne begibt, hat auf Aufforderung der Schulleitung  zu belegen, dass er dies aufgrund einer ärztlichen oder behördlichen Anordnung tun muss.

Wer nicht krank ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zuhause ausgeführt werden können.

Kann eine Musiklehrperson, die in die Isolation oder Quarantäne muss, dazu verpflichtet werden, Fernunterricht von zuhause aus zu erteilen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Eine Musiklehrperson, die sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, ohne krank zu sein, hat eine Schadenminderungspflicht. Sie kann also von der Schulleitung angewiesen werden, Fernunterricht zu erteilen oder eine andere zumutbare Arbeit von zuhause aus auszuführen.

Wie ist vorzugehen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler einer positiven Pooltestgruppe angehört oder Krankheitssymptome zeigt?

Letzte Aktualisierung 13.1.2022

Selbstverständlich dürfen nur gesunde Lernende den Musikunterricht besuchen oder an Kursen, Proben und Veranstaltungen der Musikschule teilnehmen. Schülerinnen und Schüler, die einer positiven Pooltestgruppe angehören, gelten als (möglicherweise) krank, bis ein negativer Einzeltest vorliegt. Bis dahin bleiben sie der Musikschule fern.

Zeigen sich bei einem Kind Krankheitssymptome oder besteht der Verdacht, es könnte sich mit Covid-19 infiziert haben, fordert die Lehrperson oder die Schulleitung die Eltern auf, es schnellstmöglich nach Hause zu holen. Bis zum Eintreffen der Eltern wird der Kontakt des Kindes zu anderen Personen so gut wie möglich unterbunden.

Ob die Eltern Anspruch auf Rückerstattung des Schulgelds für Lektionen haben, die wegen Erkrankung des Kindes ausfallen mussten, richtet sich nach den Regularien der Musikschule.

Haben Schülerinnen und Schüler in Isolation oder Quarantäne Anspruch auf Fernunterricht?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Den Musikschulen wird empfohlen, gesunden Schülerinnen und Schülern, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden, Fernunterricht zu erteilen. 

Was geschieht, wenn Lernende das Schutzkonzept nicht befolgen (wollen)?

Letzte Aktualisierung 13.1.2022

Personen, die das Schutzkonzept nicht befolgen, werden aufgefordert, die Räumlichkeiten der Musikschule sofort zu verlassen. Handelt es sich um Lernende, besteht keinerlei Anspruch auf Fernunterricht oder auf Erlass des Schulgelds. Das gilt auch für Lernende, die dem Unterricht von vornherein fernbleiben, weil sie das Schutzkonzept nicht befolgen wollen.

Haben Lehrpersonen, die von zuhause aus Fernunterricht erteilen, Anspruch auf eine Entschädigung der zusätzlichen Aufwendungen?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Wieweit ist die Musikschule verpflichtet, die Lehrpersonen, die auf Anordnung Fernunterricht im Homeoffice erteilen, für deren zusätzlichen Aufwendungen zu entschädigen (Mietanteil, Energiekosten, Gebühren für Telefon und Internet, Beschaffung von Geräten und Materialien u.a.)?

Gemäss Art. 327 ff des Obligationenrechts ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer die erforderlichen Auslagen zu ersetzen und ihm an Geräten und Material zur Verfügung zu stellen, was er für die Arbeit benötigt. Das gilt auch für die Arbeit im Homeoffice, konkret, wenn eine Lehrperson von zuhause aus Fernunterricht erteilt.

Je nachdem, ob ein Arbeitnehmer freiwillig im Homeoffice arbeitet, oder auf Anordnung des Arbeitgebers, ist die Entschädigungsfrage unterschiedlich zu beantworten. Das coronabedingte Homeoffice wird in der Regel angeordnet. Folglich müssen die Musikschulen die Auslagen der betroffenen Lehrpersonen übernehmen. So will es das Obligationenrecht.

Gleichzeitig besteht in dieser aussergewöhnlichen Lage eine Treuepflicht des Arbeitnehmers, was in der Quintessenz bedeutet, dass sich die Ansprüche in einem angemessenen Rahmen bewegen müssen. Arbeitstisch, Laptop, Telefon- und Internetanschluss dürften in den Haushalten der Lehrperson schon vor der Pandemie vorhanden gewesen sein. Hierfür lässt sich eine Entschädigungsforderung kaum rechtfertigen. Und wenn sich eine Lehrperson, ohne vorherige Rücksprache mit der Schulleitung, ein Mikrofon oder einen Lautsprecher beschafft, kann die Musikschule bestenfalls dazu verpflichtet werden, dafür eine Miete für die Dauer des angeordneten Homeoffice zu bezahlen. Kommt die Musikschule stattdessen aus freien Stücken für die Anschaffung auf, gehören die Gegenstände ihr. Sie bestimmt über deren weitere Verwendung. Die Übernahme eines Mietanteils der Wohnung, in der die Musiklehrperson arbeitet, wäre kaum verhältnismässig, eine Entschädigung für den höheren Energieverbrauch oder höhere Telefongebühren während der Dauer des angeordneten Homeoffice womöglich schon.

Es empfiehlt sich, die Lehrperson, die einen Anspruch geltend machen will, dazu aufzufordern, eine schriftliche Aufstellung der Auslagen vorzulegen. Die Schulleitung kann sodann im Einzelnen prüfen, ob eine Auslage gerechtfertigt bzw. eine Entschädigung angemessen ist.

Von der Festlegung einer Entschädigung in der Schulordnung oder im Personalreglement wird abgeraten. Allenfalls lässt sich die Schulordnung oder das Personalreglement um einen Passus ergänzen, der besagt, das die Frage, ob eine Entschädigungsforderung gerechtfertigt ist, von der Schulleitung in jedem Einzelfall gesondert und ohne präjudizielle Wirkung beurteilt wird.

Schutzkonzept

Gibt es eine Zusammenfassung der geltenden Regeln?

Letzte Aktualisierung 10.9.2021

Ja, es gibt eine Tabelle pdf 70kB, in der die ab dem 1. Dezember 2021 geltenden Regeln des Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB zusammengefasst sind.

Dürfen fensterlose Kellerräume für den Unterricht genutzt werden?

Letzte Aktualisierung 19.8.2020

Vorausgesetzt, der Raum verfügt über eine leistungsfähige Lüftungsanlage, darf der Raum genutzt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

Die in Luftschutzräumen üblicherweise verbauten Lüftungsaggregate sind nicht leistungsfähig genug. Deren Zweck ist die ausreichende Versorgung mit Frischluft im Falle eines kriegs- oder katastrophenbedingten Schutzraumbezuges. Die Abführung der gebrauchten Luft ist indessen unzureichend.

Dringend empfohlen ist das Einschalten einer Pause nach 30 bis 45 Minuten Unterricht. Während der Pause haben die Lehrperson und die Teilnehmenden den Raum zu verlassen. Das Lüftungsaggregat ist auf der höchsten Stufe einzuschalten. Die Türe hat offen zu stehen (Stosslüftung).

Während des Unterrichts oder des Workshops darf kein Luftzug entstehen. Das Lüftungsaggregat ist auf tiefer Stufe zu betreiben oder ganz auszuschalten.

Im Zweifelsfalle empfiehlt sich der Zuzug eines Lüftungstechnikers, der die Tauglichkeit der Lüftungsanlage bestätigt.

Was ist eine kontrollierte Lüftung?

Letzte Aktualisierung 26.8.2020

Im Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB wird das Vorhandensein einer kontrollierten Lüftung gefordert, sofern sich ein Raum nicht durch das Öffnen von Fenstern und Türen durchlüften lässt.

Dichte Gebäudehüllen unterbinden den Zufluss von frischer (kalter) und den Abfluss gebrauchter (warmer) Luft.  In Gebäuden, die mit Blick auf eine hohe Energieeffizienz gebaut werden (z.B. nach dem Minergie-Standard), bedarf es deshalb einer mechanischen Lüftung, die einen geregelten, kontinuierlichen Luftaustausch und damit eine anhaltende Qualität der Raumluft gewährleistet. Es gibt verschiedene Systeme der kontrollierten Lüftung: Zentrale und dezentrale Systeme, Abluft- und/oder Zuluftsysteme, Systeme mit oder ohne Wärmerückgewinnung.

Aber Achtung: nicht hinter jedem Lüftungsschlitz verbirgt sich eine kontrollierte Lüftung. Es kann sich auch um eine Umluft-Klimaanlage handeln. Diese sind weit verbreitet. Sie saugen die Raumluft an und blasen sie gekühlt wieder aus. Im Raum zirkuliert also immer dieselbe Luft. Hinzu kommt, dass Umluft-Klimaanlagen der Luft Feuchtigkeit entziehen. Trockene Luft begünstigt die Aerosol-Ausbreitung.

Datenschutz

Welche Vorkehrungen sind im Hinblick auf den Datenschutz zu treffen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Nach wie vor wird Fernunterricht über Internetdienste angeboten, wenn auch nicht mehr so häufig wie während des Shutdowns. Weil Auftritte wegfallen, äussern Eltern, Schülerinnen und Schülern zudem vermehrt den Wunsch, das Unterrichtsanlässe für Verwandte und Bekannte auf Bild- und Tonträgern festgehalten werden. Es stellt sich somit die Frage, was die Musikschulen in Bezug auf den Datenschutz vorzukehren haben.

Ohne die ausdrückliche Zustimmung aller Protagonisten sollten keine Internetdienste genutzt und keine Videos und Fotos hergestellt werden. An Musikschulen gilt dieser Grundsatz umso mehr, als Minderjährige vor der missbräuchlichen Verwendung von Bild- und Tonmaterial geschützt werden müssen. Auch wenn Kinder und Jugendliche täglich Selfies mit ihren Freunden teilen, geht im Verantwortungsbereich einer Musikschule streng genommen nichts ohne schriftliche Zustimmung der Eltern.

Den Musikschulen wird empfohlen, den Lehrpersonen ein Standardschreiben auszuhändigen, mit dem sie die Zustimmung der Eltern einholen können. Zum Download stehen hier zwei Mustervereinbarungen bereit, eine für die Nutzung von Internetdiensten docx 35kB und eine für die Herstellung und Verwendung von Fotos und Videos docx 30kB.

In welcher Form kann der Datenschutz in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert werden?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Die Musikschule Pfannenstiel plant, die nachstehenden Bestimmungen zum Datenschutz in die Schulordnung aufzunehmen. Das Vorhaben sei zur Nachahmung empfohlen.

Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos & Online-Formate
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule die Erlaubnis, Bild- und Tonaufnahmen für Unterrichtszwecke (z.B. Information der Eltern, Übungshilfen für zuhause u. dergl.) sowie für allfällige Publikationen in On- und Offline-Medien zur Berichterstattung und Eigenwerbung zu verwenden. Dies betrifft Bild- und Tonaufnahmen inkl. Videos und Online-Formate, die für den Unterricht oder sonst im Zusammenhang mit der Musikschule an öffentlichen Veranstaltungen, Wettbewerben und Musikreisen/Lagern erstellt wurden. Namen werden nicht genannt. Für Portraitaufnahmen zur Publikation holt die Musikschule vorher die spezifische Zustimmung ein. Nahaufnahmen zum Zweck des Unterrichts dürfen ohnedies erstellt und verwendet werden, es gelten dafür auch die Bestimmungen über den Online-Unterricht.

Online-Unterricht
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule ihr Einverständnis, den Unterricht wo objektiv nötig (z.B. im Rahmen von Pandemie-Massnahmen) statt physisch präsent in der Form von Fernunterricht mittels internetbasierten Videokonferenzen (Online-Unterricht) oder sonst via Filmtechniken zu erteilen. Über die Notwendigkeit dafür entscheidet die Leitung der Musikschule. Zum Schutz der Persönlichkeit und Privatsphäre von Schülerin, Schüler und Eltern zuhause gelten die Bestimmungen über Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos. Für die Musiklehrpersonen gelten zudem die strikten Vorgaben gemäss dem Anstellungs- und Besoldungsreglement der Musikschule.

Weitere Fragen

Wer beantwortet weitere Fragen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bitte wenden Sie sich mit weiteren Fragen an die Geschäftsstelle des Verbands Zürcher Musikschulen, vielen Dank (Telefonnummer und Mailadresse siehe Fusszeile)