FAQs zur Covid-19-Pandemie

Am 22. September erliess der Regierungsrat eine neue Verordnung, die besagt, dass Lehrpersonen eine Schutzmaske tragen müssen, es sei denn, sie verfügen über ein gültiges Covid-Zertifikat. Bis auf die Musikalische Grundausbildung und das Klassenmusizieren sind die Angebote der Musikschulen von dieser Verordnung im Grunde nicht betroffen. Der Vorstand des Verbands Zürcher Musikschulen hat jedoch beschlossen, dass für Musiklehrpersonen dieselben Massnahmen gelten sollen, wie für Lehrpersonen der Volksschule.

Das überarbeitete Schutzkonzept in der 13. Ausgabe pdf 97kB tritt am 25. Oktober (dem ersten Tag nach den Herbstferien) in Kraft. Bis dahin gilt das bisherige Schutzkonzept pdf 97kB. Für einen raschen Überblick stehen Ihnen die wichtigsten Bestimmungen, die ab dem 25. Oktober gelten, in Form einer tabellarischen Zusammenfassung pdf 68kB zur Verfügung.

Die Bestimmungen der Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage pdf 429kB gelten weiterhin. Zu diesen publizierte das Bundesamt für Gesundheit eine Zusammenstellung von Antworten auf häufige Fragen pdf 111kB sowie ein Merkblatt zur Prüfung von Zertifikaten pdf 100kB.

In eigener Sache
Die FAQs werden regelmässig aktualisiert. Neue und geänderte Beiträge bleiben während mindestens einer Woche durch eine bläuliche Einfärbung gekennzeichnet.

Allgemeines

Welche Rechtsgrundlagen gelten zurzeit?

Letzte Aktualisierung 29.9.2021

Die ab 25. Oktober 2021 massgebenden Erlasse sind:

●  Covid-19-Verordnung zur besonderen Lage (Bundesrat, Stand 20. September 2021) pdf 429kB
●  Covid-19-Verordnung 3 mit den Bestimmungen zum Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Bundesrat, Stand 26. Juni 2021) pdf 770kB
●  Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bildungsbereich (Regierungsrat, 22. September 2021) pdf 49kB
●  Coronavirus Personalrechtliche Themen, Weisung (Volksschulamt Kanton Zürich, 24. Juni 2021) pdf 377kB.

Im Geflecht der aufeinander verweisenden Paragrafen und in der Kombination der Regelungen von Bundesrat und Bildungsdirektion ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Was gilt und was gilt nicht? Die Übersicht der geltenden Regeln in Tabellenform pdf 68kB erleichtert die Orientierung.

Was darf aktuell stattfinden und was nicht?

Letzte Aktualisierung 9.9.2022

Alle Aktivitäten der Musikschule dürfen stattfinden. Zu den geltenden Einschränkungen  ab 25. Oktober 2021 liegt eine tabellarische Übersicht pdf 68kB vor.

Was gilt bei Veranstaltungen in Gebäuden der Volksschule?

Letzte Aktualisierung 16.9.2021

Gegenwärtig unterscheiden sich die Schutzkonzepte der Volksschule von jenem des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB.

Die Volksschule verbietet eine Zertifikatspflicht, da es im Rahmen des Schulobligatoriums nicht möglich ist, Eltern, die kein Zertifikat vorweisen können, von einer Veranstaltung auszuschliessen. Für Veranstaltungen der Volksschule gilt deshalb eine Maskentragepflicht, eine Beschränkung der Personenzahl und eine beschränkte Raumauslastung.

Der Besuch von Veranstaltungen der Musikschule hingegen ist freiwillig. Alle interessierten Personen sind willkommen, weshalb es sich um öffentlich zugängliche Veranstaltungen handelt. In Innenräumen gilt generell eine Zertifikatspflicht. Masken müssen keine getragen werden und der Raum darf voll ausgelastet werden.

Wenn eine Musikschule für eine Veranstaltung in Räumen der Volksschule zu Gast ist, muss sie im Gespräch mit der Schulleitung klären, welches Schutzkonzept zum Tragen kommen soll, das der Volksschule oder das der Musikschule. Duldet die Volksschule in ihren Räumen keine Veranstaltung unter den Bedingungen des Schutzkonzepts der Musikschule, gilt das Schutzkonzept der Volksschule. Allenfalls muss die Musikschule für die betreffende Veranstaltung einen anderen Austragungsort suchen.

Achtung: Die Besucherinnen und Besuchern müssen darüber informiert werden, welches Schutzkonzept gilt. Zudem muss das geltende Schutzkonzept öffentlich zugänglich publiziert sein (etwa auf einer Website).

Welche Rechte und Pflichten gelten für die Musikschulen als Arbeitgeber, welche für Lehrpersonen als Mitarbeitende?

Letzte Aktualisierung 15.10.2021

Alle Lehr- und Leitungspersonen müssen in Präsenz arbeiten. Natürlich steht es der Schulleitung frei, auf Wunsch der Lehrperson und im Einverständnis der Schülerin oder des Schülers oder umgekehrt einem Fernunterricht zuzustimmen.

Im Rahmen seiner Fürsorgepflicht hat der Arbeitgeber seine Mitarbeitenden mit verhältnismässigen Massnahmen so gut als möglich vor einer Covid-19-Infektion zu schützen. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske und zur Einhaltung des Sicherheitsabstands gilt zurzeit als angemessene Massnahme, die der Arbeitgeber erlassen kann, wenn er dies aufgrund der Risikosituation am Arbeitsplatz für notwendig erachtet. In Übereinstimmung mit dem Regierungsrat des Kantons Zürich schätzt der Vorstand des Verbands Zürcher Musikschulen die gegenwärtige Situation als risikoreich ein. Das Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB wurde deshalb angepasst.

Ab 25. Oktober 2021 gilt für Lehr- und Leitungspersonen der Musikschule, wie schon für die Lehrpersonen der Volksschule, eine Maskentragepflicht. Lehrpersonen für Blasinstrumente und Gesang können auf das Tragen einer Schutzmaske verzichten, müssen stattdessen jedoch einen Sicherheitsabstand von 1.5 Metern einhalten. Personen, die über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen, können auf das Tragen einer Schutzmaske und die Einhaltung des Sicherheitsabstands verzichten. Sind mehr als 30 Personen anwesend, müssen die Lehr- und Leistungspersonen ein Covid-Zertifikat vorweisen können.

Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeitenden nicht zwingen, sich impfen oder testen zu lassen. Deshalb besteht für Arbeitnehmende – solange sich nicht mehr als 30 Personen im Raum aufhalten – auch keine Zertifikatspflicht. Der Gesetzgeber gestattet die Prüfung von Covid-Zertifikaten durch den Arbeitgeber nur dann, wenn dies der Umsetzung angemessener Schutzmassnahmen dient. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske gilt – wie bereits gesagt – zurzeit als angemessen. Die Schulleitung oder eine von ihr autorisierte Person darf deshalb Lehrpersonen, die keine Schutzmaske tragen oder sich in Gesellschaft von mehr als 30 Personen aufhalten, dazu anhalten, das Covid-Zertifikat vorzuzeigen.

In der Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage pdf 97kB schreibt der Bundesrat vor, dass der Arbeitgeber die Überprüfung des Vorliegens eines Zertifikats und die daraus abgeleiteten Massnahmen schriftlich festzuhalten hat. Die betreffende Mitarbeiterin oder der betreffende Mitarbeiter ist vorgängig anzuhören. Wird eine Lehrperson, die keine Schutzmaske trägt, dazu angehalten, ihr Covid-Zertifikat vorzuzeigen, und sollte sich dieses als ungültig erweisen, besteht die daraus abgeleitete Massnahme in der Anweisung, eine Schutzmaske zu tragen. Den Musikschulen wird dringend empfohlen, dieser Bestimmung Folge zu leisten.

Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeitenden die für die Erfüllung der Arbeit nötigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Schreibt er Schutzmasken vor, hat er diese zu bezahlen.

Für den Schutz besonders gefährdeter Personen gelten die Erlasse der Gesundheitsbehörden, auf die sich auch das Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB stützt.

Kann der Arbeitgeber einen Covid-19-Test verlangen und wer hat diesen zu bezahlen?

Letzte Aktualisierung 15.10.2021

Der Arbeitgeber kann seine Mitarbeitenden nicht zwingen, sich impfen oder testen zu lassen. Für diese besteht somit auch keine Zertifikatspflicht. Ebenso wenig darf er Mitarbeitenden, die weder geimpft noch getestet sind, die Ausübung der Arbeitstätigkeit verbieten.

Der Arbeitgeber darf die Mitarbeitenden jedoch auffordern, sich freiwillig testen zu lassen. Tut er dies, hat er für die Kosten aufzukommen. Bietet er keine repetitiven Tests an, muss er die individuellen Kosten für die Covid-19-Tests der betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vollumfänglich übernehmen. Wie viele Tests es braucht, hängt vom Pensum und dessen Verteilung über die Woche ab.

Können Musikschulen ihre Mitarbeitenden repetitiv testen?

Letzte Aktualisierung 15.10.2021

Ja, Betriebe, Schulen und andere Organisationen im Kanton Zürich haben die Möglichkeit, wöchentliche Tests durchzuführen, sofern mindestens vier Personen zur Teilnahme bereit sind. Die Tests sind kostenlos. Allerdings werden im Kanton Zürich im Rahmen von repetitiven Tests keine Zertifikate ausgestellt.

Alles Wissenswerte über repetitive Tests im Kanton Zürich findet sich auf der betreffenden Website der Gesundheitsdirektion . Auch die Anmeldung für die Durchführung repetitiver Tests erfolgt über diese Website.

Welches Vorgehen gelangt für besonders gefährdete Mitarbeitende zur Anwendung?

Letzte Aktualisierung 29.9.2021

Mit besonders gefährdeten Lehr- und Leitungspersonen, die aus medizinischen Gründen weder geimpft sind noch eine Maske tragen dürfen, sucht die Schulleitung nach Lösungen, die ein sicheres Unterrichten gewährleisten. Lässt sich keine Lösung finden, wird die betreffende Person unter Lohnfortzahlung von der Arbeitspflicht befreit.

Als besonders gefährdet gelten Schwangere und Personen, die an einer vom Bundesamt für Gesundheit bezeichneten Krankheit oder genetischen Anomalie leiden. Die Schulleitung kann ein ärztliches Attest verlangen.

Bei einer Lehrperson zeigen sich Krankheitssymtome – wie hat sie vorzugehen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Mitarbeitende, die mit einer infizierten Person in Kontakt standen, die sich krank fühlen oder an einzelnen Symptomen leiden, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuten (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Fiebergefühl, Muskelschmerzen, plötzlicher Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns), haben wie folgt vorzugehen:

1. Kontaktreduktion und Test
Die betreffende Person lässt sich schnellstmöglich testen. Vor und nach dem Test (bis zum Vorliegen des Testergebnisses) bleibt sie zu Hause und vermeidet den Kontakt zu anderen Personen. Die Testkosten werden im Rahmen der einschlägigen Bestimmungen vom Bund übernommen.

2. Vorgehen bei einem positiven Testergebnis
Die betreffende Person folgt den Anweisungen zur Isolation pdf 132kB. Im Rahmen des Contact Tracings wird sich die zuständige kantonale Behörde mit ihr in Verbindung setzen, um in Erfahrung zu bringen, mit wem sie in Kontakt gestanden hat. Die Genannten müssen allenfalls in Quarantäne gehen. Wer die SwissCovid App nutzt, erhält von den kantonalen Behörden, von der Ärztin oder vom Arzt einen Covidcode. Mit diesem kann sie anonym die Benachrichtigungsfunktion in der App aktiviert. Die kantonale Behörde entscheidet, wann die Isolation beendet werden darf. In der Regel kann das Haus frühestens 48 Stunden nach dem Abklingen der Krankheitssymptome verlassen werden. Grundsätzlich müssen aber mindestens 10 Tage seit dem Beginn der Symptome vergangen sein. 

3. Vorgehen bei einem negativen Testergebnis
Lagen bis zum Eintreffen des Testergebnisses keine Symptome vor, kann die betreffende Person die Isolation sofort beenden, andernfalls 24 Stunden nach Abklingen der Symptome.

4. Lohnfortzahlung
Für die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses und ebenso für die Zeit, die in Isolation zu verbringen ist, weil ein positives Testergebnis vorliegt, haben die betreffenden Personen Anspruch auf Lohnfortzahlung (weitere Informationen siehe Antworten auf die Frage «Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?»). Wer nicht krankgeschrieben ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zu Hause ausgeführt werden können.

Bekommt jemand, der sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, den vollen Lohn?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Personen, die bei einer öffentlich-rechtlichen Musikschule angestellt sind, erhalten im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne den vollen Lohn. Das gilt auch für die Zeit zwischen dem Auftreten erster Krankheitssymptome bis zum Vorliegen des Testergebnisses bzw. Beginn der Isolation.

Personen, die bei einer privatrechtlichen Musikschule angestellt sind, haben im Falle einer ärztlich oder behördlich angeordneten Isolation oder einer nicht selbstverschuldeten Quarantäne Anspruch auf Corona Erwerbsersatzentschädigung. Detaillierte Informationen sind auf der Website des Bundesamts für Sozialversicherung zu finden . Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet, sondern muss bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Um welche es sich handelt, kann bei der Musikschule erfragt werden. Arbeitet jemand bei mehreren Musikschulen, genügt es, den Anspruch bei einer AHV-Ausgleichskasse anzumelden. Die Entschädigung wird direkt der anspruchsberechtigten Person ausbezahlt, es sei denn, diese erhält von der Musikschule weiterhin den vollen Lohn. In diesem Fall geht die Entschädigung an die Musikschule.

Den privatrechtlichen Musikschulen wird empfohlen, den Personen, die sich in eine ärztlich oder behördlich angeordnete Isolation oder in eine nicht selbstverschuldete Quarantäne begeben müssen, den vollen Lohn zu bezahlen.

Personen, die sich selbstverschuldet in Quarantäne begeben müssen, haben weder bei öffentlich-rechtlichen noch bei privatrechtlichen Musikschulen Anspruch auf Lohn. Als selbstverschuldet gilt eine Quarantäne zum Beispiel dann, wenn sie wegen einer privaten Reise in ein Risikoland angeordnet wird. Die Liste der Risikoländer wird vom Bundesamt für Gesundheit laufend aktualisiert. Quarantänetage, die nicht auf ein Wochenende oder einen Feiertag fallen, werden nach Rücksprache mit der betreffendenPerson entweder vom Ferienguthaben oder (als unbezahlter Urlaub) vom Lohn in Abzug gebracht. Kann die betreffende Person jedoch nachweisen, dass das von ihr bereiste Land erst nach Reiseantritt auf die Liste des Bundesamts für Gesundheit gesetzt wurde, gilt die Quarantäne als unverschuldet.

Die aufgrund einer Meldung der Covid-19-App angeordnete Quarantäne gilt als nicht selbstverschuldet.

Wer sich in Isolation oder Quarantäne begibt, hat auf Aufforderung der Schulleitung  zu belegen, dass er dies aufgrund einer ärztlichen oder behördlichen Anordnung tun muss.

Wer nicht krankgeschrieben ist, nimmt umgehend mit der Schulleitung Kontakt auf, um sich Arbeiten zuteilen zu lassen, die zuhause ausgeführt werden können.

Kann eine Musiklehrperson, die in die Isolation oder Quarantäne muss, dazu verpflichtet werden, Fernunterricht von zuhause aus zu erteilen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Eine Musiklehrperson, die sich in Isolation oder Quarantäne begeben muss, ohne krank zu sein, hat eine Schadenminderungspflicht. Sie kann also von der Schulleitung angewiesen werden, Fernunterricht zu erteilen oder eine andere zumutbare Arbeit von zuhause aus auszuführen.

Wann ist eine Schülerin oder ein Schüler krank, wann nicht?

Letzte Aktualisierung 29.9.2020

Grundsätzlich gilt, wenn eine Schülerin oder ein Schüler dem Unterricht der Volksschule fernzubleiben hat, auf ärztliches Geheiss oder nach Dafürhalten der Eltern, nimmt sie oder er auch nicht am Musikunterricht teil.

Das Volksschulamt des Kantons Zürich orientiert sich an den Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz. Diese hat zwei Merkblätter publiziert, die das Vorgehen beschreiben, wenn bei Kindern und Jugendlichen Krankheitssymptome auftreten. Das eine Merkblatt pdf 2MB kommt bei Lernenden des Kindergartens und der Primarschule zum Tragen, das andere pdf 2MB bei Lernenden der Sekundarschule.

Haben Schülerinnen und Schüler in Isolation oder Quarantäne Anspruch auf Fernunterricht?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Den Musikschulen wird empfohlen, gesunden Schülerinnen und Schülern, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden, Fernunterricht zu erteilen. Wenn Fernunterricht angeboten wird, haben die Eltern von vornherein keinen Anspruch auf Erstattung oder Ermässigung des Schulgelds.

Haben Lehrpersonen, die von zuhause aus Fernunterricht erteilen, Anspruch auf eine Entschädigung der zusätzlichen Aufwendungen?

Letzte Aktualisierung 22.1.2021

Wieweit ist die Musikschule verpflichtet, die Lehrpersonen, die auf Anordnung Fernunterricht im Homeoffice erteilen, für deren zusätzlichen Aufwendungen zu entschädigen (Mietanteil, Energiekosten, Gebühren für Telefon und Internet, Beschaffung von Geräten und Materialien u.a.)?

Gemäss Art. 327 ff des Obligationenrechts ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer die erforderlichen Auslagen zu ersetzen und ihm an Geräten und Material zur Verfügung zu stellen, was er für die Arbeit benötigt. Das gilt auch für die Arbeit im Homeoffice, konkret, wenn eine Lehrperson von zuhause aus Fernunterricht erteilt.

Je nachdem, ob ein Arbeitnehmer freiwillig im Homeoffice arbeitet, oder auf Anordnung des Arbeitgebers, ist die Entschädigungsfrage unterschiedlich zu beantworten. Das coronabedingte Homeoffice wird in der Regel angeordnet. Folglich müssen die Musikschulen die Auslagen der betroffenen Lehrpersonen übernehmen. So will es das Obligationenrecht.

Gleichzeitig besteht in dieser aussergewöhnlichen Lage eine Treuepflicht des Arbeitnehmers, was in der Quintessenz bedeutet, dass sich die Ansprüche in einem angemessenen Rahmen bewegen müssen. Arbeitstisch, Laptop, Telefon- und Internetanschluss dürften in den Haushalten der Lehrperson schon vor der Pandemie vorhanden gewesen sein. Hierfür lässt sich eine Entschädigungsforderung kaum rechtfertigen. Und wenn sich eine Lehrperson, ohne vorherige Rücksprache mit der Schulleitung, ein Mikrofon oder einen Lautsprecher beschafft, kann die Musikschule bestenfalls dazu verpflichtet werden, dafür eine Miete für die Dauer des angeordneten Homeoffice zu bezahlen. Kommt die Musikschule stattdessen aus freien Stücken für die Anschaffung auf, gehören die Gegenstände ihr. Sie bestimmt über deren weitere Verwendung. Die Übernahme eines Mietanteils der Wohnung, in der die Musiklehrperson arbeitet, wäre kaum verhältnismässig, eine Entschädigung für den höheren Energieverbrauch oder höhere Telefongebühren während der Dauer des angeordneten Homeoffice womöglich schon.

Es empfiehlt sich, die Lehrperson, die einen Anspruch geltend machen will, dazu aufzufordern, eine schriftliche Aufstellung der Auslagen vorzulegen. Die Schulleitung kann sodann im Einzelnen prüfen, ob eine Auslage gerechtfertigt bzw. eine Entschädigung angemessen ist.

Von der Festlegung einer Entschädigung in der Schulordnung oder im Personalreglement wird abgeraten. Allenfalls lässt sich die Schulordnung oder das Personalreglement um einen Passus ergänzen, der besagt, das die Frage, ob eine Entschädigungsforderung gerechtfertigt ist, von der Schulleitung in jedem Einzelfall gesondert und ohne präjudizielle Wirkung beurteilt wird.

Schutzkonzept

Was gilt aktuell bezüglich Maskentragepflicht, Sicherheitsabstand und Zertifikatspflicht?

Letzte Aktualisierung 29.9.2021

In öffentlich zugänglichen Aufenthalts- und Bewegungszonen, die sich im Innern befinden, müssen alle Personen ab einem Alter von 12 Jahren eine Schutzmaske tragen und den Sicherheitsabstand von 1.5 Metern möglichst einhalten. Ein Covid-Zertifikat wird nicht benötigt.

Der Aufenthalt im Freien ist ohne Einschränkungen möglich, solange er nicht im Rahmen einer Veranstaltung stattfindet. Der Begriff «Veranstaltung» meint alle Anlässe mit Publikum.

Während des Unterrichts, Kursen und Proben können alle Mitwirkenden – gleich welchen Alters und unabhängig davon, welcher musikalischen Tätigkeit sie nachgehen – auf das Tragen einer Schutzmaske und die Einhaltung des Sicherheitsabstands verzichten (Für Lehr- und Leitungspersonen gelten besondere Regeln). Handelt es sich nicht um eine beständige Gruppe, müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Bei mehr als 30 Anwesenden müssen alle Mitwirkenden ab einem Alter von 16 Jahren ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen können.

Dieselben Regeln gelten für Mitwirkende, die sich während einer Veranstaltung auf der Bühne aufhalten. Verlassen sie die Bühne jedoch und mischen sich unters Publikum, müssen sie sich an die Regeln halten, die für das Publikum gelten.

Bei Veranstaltungen im Innern müssen alle Besucherinnen und Besucher ab einem Alter von 16 Jahren ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen. Auf das Tragen von Schutzmasken und die Einhaltung des Sicherheitsabstands kann verzichtet werden (Lesen Sie hierzu den Hinweis zur Interpretation des geltenden Rechts weiter unten).

Falls die Musikschule bei Veranstaltungen im Freien darauf verzichtet, von Besucherinnen und Besuchern ab einem Alter von 16 Jahren ein gültiges Covid-Zertifikat zu verlangen, müssen alle Personen im Publikum ab einem Alter von 12 Jahren Schutzmasken tragen und den Sicherheitsabstand von 1.5 Metern wenn möglich einhalten.

Der Zutritt zu einer Veranstaltung im Freien, die ohne Zertifikatspflicht stattfindet, ist auf 1’000 Personen zu beschränken, falls eine Sitzpflicht besteht, oder auf 500 Personen, wenn es nur Stehplätze gibt. Gezählt werden Besucherinnen, Besucher und Mitwirkende jeden Alters. Sollen mehr Personen teilnehmen können, muss von Besucherinnen und Besuchern ab einem Alter von 16 Jahren ein gültiges Covid-Zertifikat verlangt werden.

Hinweis zur Interpretation des geltenden Rechts
Laut Artikel 14 a der Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage pdf 429kB kann bei Veranstaltungen, an denen nicht mehr als 30 Personen teilnehmen, auf eine Zugangsbeschränkung verzichtet werden, sofern es sich um die Veranstaltung eines Vereins oder einer anderen beständigen Gruppe handelt, deren Mitglieder dem Organisator bekannt sind. Wir konnten im Gültigkeitsbereich des Covid-19-Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB keinen Anlass identifizieren, auf den diese Bestimmung anzuwenden wäre; ausser natürlich auf den Unterricht, Kurse und Proben, die jedoch im Artikel 20 Bst. b und d geregelt werden. Deshalb haben wir den Artikel 14 a im Schutzkonzept nicht berücksichtigt.

Gibt es eine Zusammenfassung der geltenden Regeln?

Letzte Aktualisierung 10.9.2021

Ja, es gibt eine Tabelle pdf 68kB, in der die ab dem 25. Oktober 2021 geltenden Regeln des Schutzkonzepts des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB zusammengefasst sind.

Gilt das Schutzkonzept auch in Gebäuden, die nicht der Musikschule gehören?

Letzte Aktualisierung 16.9.2021

Ist die Musikschule in Gebäuden der Volksschule oder eines anderen Betriebs zu Gast, gelten – sofern nichts anderes vereinbart wurde – die Bestimmungen des Schutzkonzepts der Volksschule oder des gastgebenden Betriebs. Musiklager dürfen nur in Domizilen stattfinden, deren Schutzkonzept mindestens ebenso streng ist, wie das des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 97kB.

Dürfen fensterlose Kellerräume für den Unterricht genutzt werden?

Letzte Aktualisierung 19.8.2020

Vorausgesetzt, der Raum verfügt über eine leistungsfähige Lüftungsanlage, darf der Raum genutzt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

Die in Luftschutzräumen üblicherweise verbauten Lüftungsaggregate sind nicht leistungsfähig genug. Deren Zweck ist die ausreichende Versorgung mit Frischluft im Falle eines kriegs- oder katastrophenbedingten Schutzraumbezuges. Die Abführung der gebrauchten Luft ist indessen unzureichend.

Dringend empfohlen ist das Einschalten einer Pause nach 30 bis 45 Minuten Unterricht. Während der Pause haben die Lehrperson und die Teilnehmenden den Raum zu verlassen. Das Lüftungsaggregat ist auf der höchsten Stufe einzuschalten. Die Türe hat offen zu stehen (Stosslüftung).

Während des Unterrichts oder des Workshops darf kein Luftzug entstehen. Das Lüftungsaggregat ist auf tiefer Stufe zu betreiben oder ganz auszuschalten.

Im Zweifelsfalle empfiehlt sich der Zuzug eines Lüftungstechnikers, der die Tauglichkeit der Lüftungsanlage bestätigt.

Was ist eine kontrollierte Lüftung?

Letzte Aktualisierung 26.8.2020

Im Covid-19-Schutzkonzept des Verbands Zürcher Musikschulen pdf 92kB wird das Vorhandensein einer kontrollierten Lüftung gefordert, sofern sich ein Raum nicht durch das Öffnen von Fenstern und Türen durchlüften lässt.

Dichte Gebäudehüllen unterbinden den Zufluss von frischer (kalter) und den Abfluss gebrauchter (warmer) Luft.  In Gebäuden, die mit Blick auf eine hohe Energieeffizienz gebaut werden (z.B. nach dem Minergie-Standard), bedarf es deshalb einer mechanischen Lüftung, die einen geregelten, kontinuierlichen Luftaustausch und damit eine anhaltende Qualität der Raumluft gewährleistet. Es gibt verschiedene Systeme der kontrollierten Lüftung: Zentrale und dezentrale Systeme, Abluft- und/oder Zuluftsysteme, Systeme mit oder ohne Wärmerückgewinnung.

Aber Achtung: nicht hinter jedem Lüftungsschlitz verbirgt sich eine kontrollierte Lüftung. Es kann sich auch um eine Umluft-Klimaanlage handeln. Diese sind weit verbreitet. Sie saugen die Raumluft an und blasen sie gekühlt wieder aus. Im Raum zirkuliert also immer dieselbe Luft. Hinzu kommt, dass Umluft-Klimaanlagen der Luft Feuchtigkeit entziehen. Trockene Luft begünstigt die Aerosol-Ausbreitung.

Datenschutz

Welche Vorkehrungen sind im Hinblick auf den Datenschutz zu treffen?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Nach wie vor wird Fernunterricht über Internetdienste angeboten, wenn auch nicht mehr so häufig wie während des Shutdowns. Weil Auftritte wegfallen, äussern Eltern, Schülerinnen und Schülern zudem vermehrt den Wunsch, das Unterrichtsanlässe für Verwandte und Bekannte auf Bild- und Tonträgern festgehalten werden. Es stellt sich somit die Frage, was die Musikschulen in Bezug auf den Datenschutz vorzukehren haben.

Ohne die ausdrückliche Zustimmung aller Protagonisten sollten keine Internetdienste genutzt und keine Videos und Fotos hergestellt werden. An Musikschulen gilt dieser Grundsatz umso mehr, als Minderjährige vor der missbräuchlichen Verwendung von Bild- und Tonmaterial geschützt werden müssen. Auch wenn Kinder und Jugendliche täglich Selfies mit ihren Freunden teilen, geht im Verantwortungsbereich einer Musikschule streng genommen nichts ohne schriftliche Zustimmung der Eltern.

Den Musikschulen wird empfohlen, den Lehrpersonen ein Standardschreiben auszuhändigen, mit dem sie die Zustimmung der Eltern einholen können. Zum Download stehen hier zwei Mustervereinbarungen bereit, eine für die Nutzung von Internetdiensten docx 35kB und eine für die Herstellung und Verwendung von Fotos und Videos docx 30kB.

In welcher Form kann der Datenschutz in der Schulordnung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert werden?

Letzte Aktualisierung 27.1.2021

Die Musikschule Pfannenstiel plant, die nachstehenden Bestimmungen zum Datenschutz in die Schulordnung aufzunehmen. Das Vorhaben sei zur Nachahmung empfohlen.

Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos & Online-Formate
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule die Erlaubnis, Bild- und Tonaufnahmen für Unterrichtszwecke (z.B. Information der Eltern, Übungshilfen für zuhause u. dergl.) sowie für allfällige Publikationen in On- und Offline-Medien zur Berichterstattung und Eigenwerbung zu verwenden. Dies betrifft Bild- und Tonaufnahmen inkl. Videos und Online-Formate, die für den Unterricht oder sonst im Zusammenhang mit der Musikschule an öffentlichen Veranstaltungen, Wettbewerben und Musikreisen/Lagern erstellt wurden. Namen werden nicht genannt. Für Portraitaufnahmen zur Publikation holt die Musikschule vorher die spezifische Zustimmung ein. Nahaufnahmen zum Zweck des Unterrichts dürfen ohnedies erstellt und verwendet werden, es gelten dafür auch die Bestimmungen über den Online-Unterricht.

Online-Unterricht
Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erteilen mit der Anmeldung der Musikschule ihr Einverständnis, den Unterricht wo objektiv nötig (z.B. im Rahmen von Pandemie-Massnahmen) statt physisch präsent in der Form von Fernunterricht mittels internetbasierten Videokonferenzen (Online-Unterricht) oder sonst via Filmtechniken zu erteilen. Über die Notwendigkeit dafür entscheidet die Leitung der Musikschule. Zum Schutz der Persönlichkeit und Privatsphäre von Schülerin, Schüler und Eltern zuhause gelten die Bestimmungen über Bild- und Tonaufnahmen sowie Videos. Für die Musiklehrpersonen gelten zudem die strikten Vorgaben gemäss dem Anstellungs- und Besoldungsreglement der Musikschule.

Weitere Fragen

Wer beantwortet weitere Fragen?

Letzte Aktualisierung 20.5.2020

Bitte wenden Sie sich mit weiteren Fragen an die Geschäftsstelle des Verbands Zürcher Musikschulen, vielen Dank (Telefonnummer und Mailadresse siehe Fusszeile)